Kryonik in Liechtenstein
Liechtenstein-Dossier

Kryonik in Liechtenstein

Lokale Vorbereitung, europäischer Einsatz und Lagerung in der Schweiz

Der fachlich korrekte Begriff ist Kryonik. Kryogenik und Einfrieren des Körpers sind häufige Suchbegriffe. Kryokonservierung und Biostase sind verwandte Fachbegriffe.

Die Lage vor Ort

Kryonik in Liechtenstein: was sich belegen lässt

Was in Liechtenstein anders ist

Die Lagereinrichtung der European Biostasis Foundation steht in Rafz im Kanton Zürich und damit in der Schweiz. In Eschen-Nendeln bestätigt nach den Hinweisen der Gemeinde bei einem Todesfall zu Hause ein Arzt den Tod und füllt die ärztliche Todesbescheinigung aus. In Triesen gehört der Friedhof der Gemeinde, und das Friedhofswesen steht unter ihrer Aufsicht. Andere Gemeinden haben wir nicht geprüft.

Quellen: Research and long-term preservation in Rafz, Ein Todesfall, was ist zu tun?, Friedhofordnung Nr. 7

Diese Seite nennt deshalb zuerst, was sich für Liechtenstein belegen lässt, und sagt offen, wo uns ein Beleg fehlt.

Was in Liechtenstein berichtet wurde

Eine Suche nach dem Begriff Kryonik im Online-Archiv von lie:zeit und auf der Seite von 1FLTV am 29. Oktober 2026 fand keinen Beitrag. Andere liechtensteinische Medien haben wir nicht durchsucht, deshalb schließt dieses Ergebnis Berichte dort nicht aus.

Quellen: Suche nach Kryonik im Online-Archiv, Suche nach Kryonik bei 1FLTV

Mitglieder und Patienten aus Liechtenstein

Tomorrow.bio nennt in seiner Statistik für August 2026 mindestens 1000 Vollmitglieder. In der veröffentlichten Rangliste der zehn Länder mit den meisten Mitgliedern steht die Schweiz mit 55 Mitgliedern auf Platz sechs, Liechtenstein kommt unter den zehn Ländern nicht vor. Eine eigene Mitgliederzahl für Liechtenstein nennt die Statistikseite nicht.

Quellen: Tomorrow.bio-Statistiken, Tomorrow.bio-Statistiken, Tomorrow.bio-Statistiken

Deshalb zeigen wir keine Mitglieder auf einer Karte liechtensteinischer Orte. Eine fehlende Zahl bedeutet nicht null Mitglieder, sondern nur, dass uns keine belegte Zahl vorliegt.

Die Tabelle der Patienten nach Land führt Liechtenstein nicht auf. Eine Patientenzahl für Liechtenstein konnten wir deshalb nicht belegen.

Quellen: Tomorrow.bio-Statistiken, Tomorrow.bio-Statistiken

Wer beteiligt ist

Tomorrow.bio hat seinen Sitz in Deutschland, führt die Kryokonservierung durch, hält die Bereitschaftsteams geschult und einsatzbereit und schließt die Verträge mit den Patienten ab.

Quellen: Langzeitlagerung

Die Patient Care Foundation in der Schweiz ist rechtliche Treuhänderin der Patienten und ihres Kapitals und verwaltet die Mittel für die Kryokonservierung.

Quellen: Langzeitlagerung, Langzeitlagerung

Die European Biostasis Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung in Rafz, besitzt dort Grundstück und Gebäude und lagert die Patienten.

Quellen: European Biostasis Foundation, Research and long-term preservation in Rafz, Langzeitlagerung

Die Gemeinde Eschen-Nendeln führt in ihren Hinweisen zum Todesfall das Marxer Bestattungsinstitut Anstalt und das Bestattungsinstitut Kintra auf. Einen liechtensteinischen Kryonik-Verein oder einen Standort von Tomorrow.bio in Liechtenstein können wir nicht belegen und nennen deshalb keinen.

Quellen: Ein Todesfall, was ist zu tun?, Ein Todesfall, was ist zu tun?

Wie die Infrastruktur entstand

Im März 2022 war das Gebäude der EBF in Rafz fertiggestellt.

Quellen: Research and long-term preservation in Rafz

2025 kam ein Außentank hinzu, der flüssigen Stickstoff für die Lagerung liefert.

Quellen: Research and long-term preservation in Rafz

2026 traf in Rafz der erste ITS-Dewar ein, der gerade getestet wird.

Quellen: Research and long-term preservation in Rafz

Eine eigene Geschichte der Kryonik in Liechtenstein, etwa frühere Fälle oder Vereine, können wir nicht belegen.

Dokumentierte Fälle

Tomorrow.bio veröffentlicht seine Fallberichte jedes Jahr und stellt sie in einem Livestream vor.

Quellen: Fallberichte

Die Übersicht führt die Fälle aus 2025 mit einer Kennung wie CR-26-2025-22 und Angaben wie Ganzkörper oder Nur Gehirn und Nicht-Mitglied auf. Zu einzelnen Fällen aus Liechtenstein ergänzen wir nichts, weil wir keinen belegen können.

Quellen: Fallberichte

Das Wichtigste in drei Punkten

Der Text des Liechtensteiner Gesundheitsgesetzes enthält das Wort Kryo nicht, wie eine Volltextsuche vom 29. Oktober 2026 ergab. Daraus folgt weder eine Erlaubnis noch ein Verbot.

Quellen: Gesundheitsgesetz (GesG) vom 13. Dezember 2007

Als Kernregion für den Einsatz nennt Tomorrow.bio das europäische Festland, das Vereinigte Königreich und Irland sowie drei Regionen in den USA. Liechtenstein nennt die Seite nicht ausdrücklich.

Quellen: Ablauf & Absicherung, Ablauf & Absicherung

Die Kryokonservierung des ganzen Körpers kostet laut Preisseite, abgerufen am 29. Oktober 2026, 200.000 Euro für Mitglieder und 230.000 Euro für Nicht-Mitglieder. Darin sind der Einsatz, das Verfahren, der Transport in die Schweiz und die Lagerung dort enthalten. Die Preisseite nennt keine Beträge in Schweizer Franken. Alle Quellen und die Grenzen dieser Angaben stehen auf der Länderseite.

Quellen: Preise, Preise, Preise

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Die Wissensbasis

Beginnen Sie mit der Frage, die Sie wirklich haben.

THEMA 1.1

Definitionen und Grundbegriffe

Dieses Thema legt die begrifflichen Grundlagen, um Kryokonservierung klar einordnen zu können. Es klärt zentrale Definitionen, trennt verwandte Felder, die oft verwechselt werden, und erläutert das informationstheoretische Grundgerüst, das dem ganzen Ansatz seine Kohärenz gibt.

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THEMA 1.2

Die Wissenschaft des Lebenspausierens

Die zentrale These der Biostase lautet: Identität überlebt, wenn die Information überlebt, die sie trägt. Diese Behauptung allein reicht nicht.

9 Artikel lesen →
THEMA 1.3

Argumente, Ethik und Missverständnisse

Wer sich mit Kryonik befasst, kommt an den ethischen Fragen nicht vorbei. Dieses Thema geht die schwierigen Punkte an: ob es moralisch vertretbar ist, Biostase schon heute anzustreben, wie eine echte informierte Einwilligung aussehen kann, wenn das Ergebnis radikal ungewiss bleibt, und weshalb die meisten Einwände, die man hört, entweder Scheinargumente sind oder auf falschen Annahmen beruhen.

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THEMA 1.4

Grenzen und Herausforderungen

Die Methode stösst an reale Grenzen: Patienten lassen sich nicht lebend erhalten, der Vorgang ist derzeit nicht umkehrbar, und die Qualität der biologischen Struktur sinkt rasch, sobald der Verfall einsetzt. Manche dieser Grenzen sind technische Probleme, die sich mit Zeit und Mitteln lösen liessen.

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THEMA 1.5

Zukunft der Reanimation

Kryokonservierung ist nur sinnvoll, wenn eine Reanimation tatsächlich möglich ist. Es genügt nicht, auf künftige Technologie zu verweisen und die Frage offenzulassen.

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THEMA 2.1

Ökonomie der Biostase

Die Lücke zwischen «das klingt sinnvoll» und der tatsächlichen Entscheidung liegt meist nicht in der Philosophie, sondern beim Geld. Dieses Thema legt die finanzielle Seite der Kryonik offen, damit die Kosten weder als Ausrede noch als Rätsel bestehen bleiben.

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THEMA 2.2

Rechtliche Fragen

Kryokonservierung bewegt sich in rechtlichen Grauzonen, die den meisten Menschen erst bewusst werden, wenn es bereits zu spät ist. Dieser Artikel vermittelt einen Überblick über die regulatorische Lage, damit Sie nicht von kantonalen oder nationalen Eigenheiten, Dokumentationspflichten oder der ungeklärten rechtlichen Stellung nach der Kryokonservierung überrascht werden.

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THEMA 2.3

Moderne Kryokonservierungsverfahren

Die meisten Menschen behandeln Kryokonservierung als einfache Ja-oder-Nein-Entscheidung. Doch die Qualität der Durchführung macht einen erheblichen Unterschied, und wer diese Qualität beurteilen will, muss die operativen Grenzen verstehen.

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THEMA 2.4

Governance über Jahrhunderte

Wer sich für Biostase entscheidet, geht eine Wette über Jahrhunderte ein, doch die meisten Organisationen überleben nicht einmal Jahrzehnte. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Kryokonservierung funktioniert, sondern ob irgendeine Institution über solche Zeiträume hinweg zuverlässig arbeiten und ihre Anreize stabil halten kann.

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THEMA 3.1

Liebe zum Leben und Neugier

Ist Ihnen der Gedanke, länger zu leben, so vertraut, dass er Ihnen ganz selbstverständlich erscheint? Manche Menschen möchten erleben, was die Zukunft bringt, hängen am Leben und möchten deshalb länger leben oder finden es reizvoll statt bedrohlich, nicht zu wissen, wie die ferne Zukunft aussehen wird.

5 Artikel lesen →
THEMA 3.2

Die einsame Entscheidung

Wer sich für Kryonik entscheidet, entscheidet sich meist gegen die Mehrheit im eigenen Umfeld. Daraus entsteht eine eigene psychologische Schwierigkeit, die sich von technischen oder finanziellen Fragen deutlich unterscheidet.

4 Artikel lesen →
THEMA 3.3

Die rationale Denkweise

Die meisten Menschen begegnen dem Tod mit Resignation oder Spiritualität. Es gibt einen dritten Weg: den Tod als technisches Problem zu betrachten und mögliche Lösungen nach ihren Erfolgsaussichten zu beurteilen.

4 Artikel lesen →
THEMA 3.4

Persönliche Werte und Religion

Biostase berührt tief verwurzelte Vorstellungen davon, was nach dem Tod geschieht, ob Bewusstsein an sein biologisches Substrat gebunden ist und was als sinnvolle Fortsetzung der eigenen Person gilt. Wer religiös gebunden ist, muss klären, ob die biologische Erhaltung des Körpers der eigenen Theologie widerspricht oder sich mit ihr verträgt.

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THEMA 4.1

Die Kostenhürde

Kosten sind der erste Grund, den Menschen gegen eine Anmeldung nennen, und zugleich der am wenigsten geprüfte. Der Mitgliedsbeitrag ist nur ein Teil des Preises.

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THEMA 4.2

Die Vertrauensbarriere

Man soll einer Organisation etwas anvertrauen, das sich erst lange nach dem eigenen Tod überprüfen lässt. Skepsis ist dabei der richtige Ausgangspunkt.

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THEMA 4.3

Die soziale Hürde

Wer sich für Kryokonservierung entscheidet, muss dies meist Menschen erklären, die selbst nicht mitentschieden haben. Partner, Eltern und Freunde empfinden die Entscheidung oft als befremdlich, beängstigend oder unnötig, und ihre Reaktion kann eine bereits getroffene Entscheidung verzögern oder blockieren.

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THEMA 4.4

Die Aufschieberitis-Hürde

Viele Menschen halten Kryokonservierung für sinnvoll und unternehmen trotzdem jahrelang nichts. Selten fehlt ein Argument, das Problem liegt woanders: Der Tod bleibt abstrakt, die Formalitäten wirken aufschiebbar, und es gibt immer einen passenderen Moment später.

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THEMA 5.1

Von der Entscheidung zur Umsetzung

Sich für eine Kryokonservierung zu entscheiden, ist nicht dasselbe, wie kryokonserviert zu sein. Dazwischen liegen die Wahl eines Anbieters, ein Vertrag, eine anerkannte Finanzierung, aktuelle Dokumente und ein Meldeplan, der auch dann funktioniert, wenn Sie selbst nicht mehr handeln können.

3 Artikel lesen →
THEMA 5.2

Der Tomorrow.bio-Vorteil

Die Qualität einer Kryokonservierung entscheidet sich im Feld, in den Stunden nach dem rechtlichen Tod, und bei den Institutionen, die danach jahrzehntelang weiterarbeiten müssen. Dieses Thema erklärt, was Tomorrow.bio angesichts dieser Tatsache aufgebaut hat: einen europäischen Einsatzbetrieb mit Ganzkörper-Kryoprotektion direkt am Einsatzort, eine standardisierte Qualitätsmessung für jeden Patienten, eine Schweizer Langzeitlagerstätte unter der Führung einer eigenständigen Stiftung, eine Entwicklungsarbeit, die von realen Fällen ausgeht, und eine Forschung, die die heutigen Verfahren klar von der künftigen Arbeit an einer Revitalisierung trennt.

8 Artikel lesen →
THEMA 5.3

So melden Sie sich bei Tomorrow.bio an

Die Anmeldung bei Tomorrow.bio ist unkompliziert, weil die Aufgaben klar verteilt sind: Sie machen vollständige und korrekte Angaben, unterzeichnen den Vertrag, regeln eine akzeptierte Finanzierung und stellen sicher, dass eine frühzeitige Benachrichtigung möglich ist. Tomorrow.bio begleitet Sie bei der Anmeldung und übernimmt die operativen Schritte.

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Tomorrow.bio Mitgliedschaft

Machen Sie den ersten Schritt.

Starten Sie Ihre Tomorrow.bio Mitgliedschaft. Die sichere Anmeldung wird in einem neuen Tab geöffnet.